Tripreport: Die Azoren mit SATA und TAP (5 Inseln)

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martin.stahl
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Tripreport: Die Azoren mit SATA und TAP (5 Inseln)

Beitragvon martin.stahl » Sa 13. Sep 2014, 01:46

Als ich Anfang des Jahres den Ausflug nach Jersey zusammenstellte und buchte (siehe viewtopic.php?f=9&t=1023), schaute ich auch im Reisekatalog nach Hotels. Ich fand dort zwar kein passendes, dafür aber auf den ersten paar Katalogseiten Beschreibungen von Azoren-Rundreisen. Bisher hatte ich von den Azoren kaum eine Vorstellung. Vulkaninseln mitten im Atlantik, auf denen es nur ein paar kleine Orte gibt. Nicht wirklich interessant. Die Rundreisen im Katalog klangen aber hochinteressant. „Ursprüngliche Inselparadiese“. Recht schnell kristallisierte sich eine zwölftägige Azoren-Rundreise als Ziel des gemeinsamen Sommerurlaubs von meiner besten Freundin und mir heraus.
SATA International fliegt zweimal wöchentlich von Frankfurt direkt nach Ponta Delgada, der größten Stadt auf den Azoren, wo auch die Rundreise beginnen sollte. Allerdings waren die Flüge mit TAP über Lissabon deutlich billiger, so dass wir uns dafür entschieden. Der Weiterflug von Lissabon nach Ponta Delgada ging im Codeshare mit SATA und war eine der wenigen Gelegenheiten, in Europa noch einmal mit dem Airbus 310 zu fliegen. Also gebucht und gefreut.

27.8.14
TP 571 FRA-LIS A320 CS-TNS
Gate A38, Sitz 25 F, Startbahn 18, Landebahn 03
geplant: 6:10 – 8:15 Uhr, tatsächlich: 6:15 – 8:24 Uhr


Bereits bei der Buchung konnte ich für den SATA-Anschlussflug Sitzplätze reservieren, diese standen bei Checkmytrip aber stets auf „unconfirmed“. Also zur Sicherheit bald online einchecken. Das geht bei SATA und TAP 48 Stunden vor Abflug, die Flüge ab Frankfurt werden aber über die Lufthansa eingecheckt und wie dort gewohnt ab 23 Stunden vor Abflug. Den SATA-Weiterflug konnte ich aber weder bei TAP noch direkt bei SATA online einchecken. Also die Hotline angerufen und erfahren, dass ich für den Flug nicht bei TAP einchecken kann, weil er von SATA durchgeführt wird. Und bei SATA kann ich nicht einchecken, weil er bei TAP gebucht ist. Super. Mein Hinweis, dass es schön wäre, darauf auf der TAP-Homepage auch hinzuweisen, führte zu einer Diskussion und einem Auflegen des TAP-Agenten im Callcenter. Das war schon ein toller erster Eindruck der TAP.
Da mitten in der Nacht kein brauchbarer Zug zum Flughafen fährt, stellten wir das Auto bei einem der Parkplatzanbieter in der Nähe ab und kamen zeitig am Flughafen an. Immerhin konnten wir in Frankfurt das Gepäck bis Ponta Delgada durchchecken. Einchecken für den SATA-Flug ging tatsächlich nur in Lissabon. Es blieb noch Zeit für einen Kaffee und es war ein langer Weg bis zum Gate A38 ganz hinten im Flugsteig.

Nach dem Start Richtung Süden bogen wir gleich nach Westen ab, überquerten Luxemburg, Paris, den Golf von Biskaya und erreichten über Spanien wieder das Festland.

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Nordspanische Küste bei Viodo

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Der Anflug auf Lissabon ist immer wieder ein Erlebnis, da der Flughafen in der Stadt liegt. Man überquert den hier schon sehr breiten Tejo und überfliegt die Innenstadt, so dass man fast in die Wohnzimmer hineinschauen kann.

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Während wir noch zur Parkposition rollten, landete auch gerade der A310 der SATA, mit dem wir später nach Ponta Delgada fliegen sollten.

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Nach der Ankunft suchten wir gleich den nächsten Schalter von SATA und ich stolperte über einen Automaten, wo ich für den Weiterflug einchecken konnte. Natürlich hatte unsere Sitzplatzreservierung nicht geklappt und die reservierten Plätze waren weg. Wir bekamen zwei Plätze im Mittelblock angeboten, aber ich fand in der fast vollen Maschine doch noch zwei Plätze am Fenster und Gang. Dann gaben wir am Schalter Bescheid, dass unser Gepäck durchgecheckt ist, damit die SATA das auch im System hatte.
Jetzt blieben noch gut drei Stunden Zeit und wir fuhren mit der U-Bahn nach Lissabon. Es blieb eine knappe Stunde Zeit dort, aber alleine die Tatsache, nach den verregneten und grauen Wochen zuhause in Lissabon den blauen Himmel und die Sonne zu sehen, war es wert.

Blick zur Festung des heiligen Georg

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Vom Ufer des Tejo hatte man einen guten Ausblick auf die Christusstatue am anderen Ufer.

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Die Brücke des 25. April. Der kleine Punkt links oben ist ein Flugzeug im Anflug.

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Die Fußgängerzone Rua Augusta

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Es blieb noch Zeit für einige pappsüße, garantiert mit Zuckerwasser getränkte Teilchen in einer Bäckerei am Straßenrand, dann eilten wir schon wieder zum Flughafen zurück. Die knappe Stunde in Lissabon reichte aber schon für das erste Urlaubsgefühl.

S4 LIS-PDL A310 CS-TKM
Gate 43A, Sitz 33 A, Startbahn 03, Landebahn 30
geplant: 12:30 – 13:45 Uhr, tatsächlich: 13:10 – 14:19 Uhr


Durch die Sicherheitskontrollen waren wir schnell durch und hatten noch eine Viertelstunde bis zum Boarding. Aber wo war unser Flugzeug? Wir hatten noch keine Gatenummer bekommen und fanden den Flug auch nicht auf der Anzeigetafel. Waren wir am Ende doch im falschen Terminal? War der Flug gestrichen und schon von der Tafel verschwunden? Wieder die Tafel überflogen und dann entdeckten wir ihn endlich. Als Ziel war Toronto angegeben und klein darunter „via Ponta Delgada“. Also mussten wir noch durch die Passkontrolle und als wir auf die Frage nach unserem Ziel mit Ponta Delgada antworteten, wollte der Beamte meinen Pass gar nicht mehr sehen. Am Gate stand ein A330 der TAP. Sollte es doch nichts werden mit dem A310? Hatte die TAP doch den Flug übernommen? Aber der A330 war nicht angedockt und die Treppe führte runter zum Bus. Nachdem wir uns in den Bus gedrängt hatten, stand er noch eine ganze Weile herum. Dann fuhr er los, hielt nach drei Metern wieder an und stand wieder mehrere Minuten, die gefühlt wie eine Ewigkeit vorkamen, bis noch ein Kind einstieg. Jetzt ging es endlich zu unserem Flugzeug, das auf dem Vorfeld eine Parkposition zwischen den beiden Bahnen des Flughafens hatte, wobei nur die Bahn 03-21 benutzt wird.
Nach 11 Jahren (mit der Lufthansa nach Paris) noch einmal mit dem A310 fliegen. :-) Wir stiegen ein, nahmen unsere Plätze ein und warteten. Und warteten. Der Zeitpunkt des Starts war längst vorüber und wir warteten. Von der Besatzung gab es keinerlei Hinweise. Nur, wie wir das Handgepäck verstauen sollten. Irgendwann kam noch ein Bus mit weiteren Passagieren und dann ging es mit einer halben Stunde Verspätung endlich los. Von der Besatzung überhaupt kein Kommentar zur Verspätung. Ist es denn wirklich so schwer, durch das Mikrophon zu sagen: „Wir warten noch auf einige Passagiere. Der Abflug verzögert sich daher.“

Vororte nördlich von Lissabon

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In einer Spirale flogen wir einmal um Lissabon herum und dann auf den Atlantik hinaus. Leider saßen wir auf der falschen Seite, um Lissabon noch einmal komplett zu sehen. Mit den reservierten Sitzplätzen hätte es geklappt.

Die Bucht von Setubal

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Wir überflogen für gut zwei Stunden den Atlantik und sahen abwechselnd Wasser und Wolken.

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Als wir im Anflug auf Ponta Delgada waren, erwähnte der Kapitän zum ersten Mal während des Flugs unsere Verspätung und dass er einen Teil der Zeit wieder aufgeholt hätte. Von der Insel Sao Miguel bekamen wir während der Landung nichts zu sehen, nur einen Grünstreifen wenige Sekunden vor dem Aufsetzen.
Da es viele azorianische Auswanderer in die USA und nach Kanada gibt, bietet SATA regelmäßige Flüge nach Boston, Toronto und Montreal an, laut Bordzeitschrift sogar nach Oakland in Kalifornien. In Pontda Delgada waren zwei Stunden Aufenthalt bis zum Weiterflug und obwohl wir einen Inlandsflug hinter uns hatten, kamen wir bei den internationalen Ankünften heraus.
Die Reiseleiterin empfing uns in der Ankunftshalle des kleinen Flughafens und übergab uns die restlichen Reiseunterlagen. Mit dem Mietwagen ging es dann das kurze Stück nach Ponta Delgada, mit 60000 Einwohnern die größte Stadt der ganzen Inselgruppe. Unser Hotel war direkt an der Hafenfront mit einem schönen Blick auf das Freibad und den Hafen.

Der gebogene Kai bietet mehrere Geschäfte, Bars und Restaurants.

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Während wir uns noch überlegten, ob wir dorthin zum Baden gehen wollten, fing es an zu regnen und regnete noch den ganzen Abend. Super Start in den Urlaub.
Also schauten wir uns Ponta Delgada an. Der Platz Goncalo Velho Cabral ist nach dem berühmten Handelsplatz in Lissabon gestaltet und wirkt wie sein kleiner Bruder. Das Denkmal zeigt Goncalo Velho Cabral, der die Besiedlung der Insel Sao Miguel in die Wege leitete.

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Am nächsten Morgen schien die Sonne und die Erkundung von Sao Miguel konnte starten. Generell erreichten die Temperaturen etwa 25° C, so dass man gut etwas unternehmen, aber auch baden konnte. Zwischendurch gab es immer wieder auch mal bewölkten Himmel und Regenschauer, die aber nie lange anhielten. Die Regenfront am Vorabend war eine Ausnahme gewesen und wir sehen auch, wie am nächsten Tag die Spuren auf den Straßen und Wegen beseitigt wurden. Mit dem Auto ging es Richtung Westen, zur Caldeira das Sete Cidades, dem eindruckvollsten Vulkankrater der ganzen Azoren. Unterwegs legten wir immer wieder Fotostopps ein oder machten eine kleine Wanderung.

Blick Richtung Osten. Die Insel ist maximal 15 km breit. Schon hier begeisterte uns die Landschaft.

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Die erste Wanderung führte über einen Rundweg zu mehreren kleinen Kraterseen.

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Dann ging es mit dem Auto ein kurzes Stück weiter zur Caldeira das Sete Cidades. Vorne der Lagoa de Sao Tiago, hinten der Lagoa Azul, der größte Kratersee.

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Der grüne Laoga Verde und der blaue Lagoa Azul. Der kleinere See erscheint grün, weil hier schon mehr Algen und andere Wasserpflanzen gewachsen sind. Alles eingerahmt von Hortensien, die auf den Azoren wild wachsen, nachdem sie einst aus Japan eingeführt wurden.

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Besonders schöne Blüten haben diese Schmetterlingsblumen, verwandt mit dem Ingwer. Wenn man eine Blüte abzupft, das hintere Ende abknipst und an der röhrenförmigen Blüte wie an einem Strohhalm saugt, kann man den süßen Nektar schmecken. Die Pflanze wurde aus dem östlichen Himalaya eingeschleppt, verwilderte dann, wuchert jetzt wie Unkraut und verdrängt teilweise die einheimischen Gewächse.

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Beinahe hätten wir diesen kleinen, wunderschönen Kratersee Lagoa Rasa übersehen.

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Über eine serpentinenreiche Straße ging es dann zu einer Brücke zwischen dem grünen und blauen See und wir beschlossen spontan eine Wanderung entlang des grünen Seeufers, wo wir einen gut ausgebauten Weg fanden…

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… der aber nach einem Kilometer im Nichts endete. Wir dachten erst noch, es würde so weitergehen, und kletterten über Wurzeln und Steine, bis uns bewusst wurde, dass wir gerade mitten im Gestrüpp stehen und dies kein Rundwanderweg um die Insel ist. Also kehrten wir um.

Mosteiros ist ein kleiner Ort an der Westküste, der einen kleinen Strand mit schwarzem Lavasand bietet und am anderen Ortsende die für die Azoren typische Badeattraktion: Naturpools aus Lavabecken, in die ständig das Meerwasser hineinschwappt und in denen man herrlich baden kann. Teilweise bekommt man dabei einen Eindruck von der Kraft der Brandung und ich habe mir in diesen Pools einige Schrammen geholt.

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29.08.14
SP 500 PDL-FLW DH8 CS-TRF
Gate 7, Sitz 5 F, Startbahn 12, Landebahn 18
geplant: 8:45 – 10:05 Uhr, tatsächlich: 8:52 – 10:06 Uhr


Wir hatten uns für diese Rundreise entschieden, da sie als einzige auch Flores, die westlichste Insel der Azoren, im Programm hatte. Flores und das benachbarte Corvo sind damit die westlichsten Punkte Europas und befinden sich tatsächlich schon auf der amerikanischen Kontinentalplatte. Vom Tourismus ist Flores kaum berührt, auf der kleinen Insel leben auch nur knapp 4000 Menschen.
Der Verkehr zwischen den Inseln wird durch die Turboprops der SATA Air Azores durchgeführt und hat mehr den Charakter von Busfahren. Es gab freie Sitzplatzwahl beim Einsteigen, die Flugbegleiter ratterten mehr oder weniger lustlos die Ansagen und die Sicherheitsdemo herunter, verschwanden nach dem Start in der hinteren Küche und waren bis kurz vor der Landung nicht mehr gesehen.
Gut eine Stunde vor Abflug kamen wir am Flughafen Ponta Delgada wieder an. Sollte bei einem so kleinen Flughafen locker reichen. Jedoch wurde gerade die morgendliche Abflugwelle abgefertigt und das kleine Terminal war voll. Entsprechend lang war die Schlange beim Mietwagenschalter. Also teilten wir uns auf. Meine Freundin gab den Mietwagen zurück, ich gab das Gepäck am Schalter auf. Eine Viertelstunde vor dem Boarding standen wir in der ewig langen Schlange vor der Sicherheitskontrolle und waren überrascht, diese doch in 10 Minuten passiert zu haben. Wie auf allen Azoreninseln ging es auch hier zu Fuß zum Flugzeug und wir hoben pünktlich ab Richtung Flores.

Ponta Delgada

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Während des Flugs bekamen wir nur die lange Insel Sao Jorge zu sehen, hatten dafür bei der Landung einen wunderschönen Blick auf die Felsküste von Flores. Das kleine Dorf oben ist Fazenda de Santa Cruz.

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Das winzige Terminal für die etwa drei Flüge pro Tag.

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Der Flughafen befindet sich mitten in der Hauptstadt Santa Cruz, die etwa 1600 Einwohner hat.

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In dem Ort kann man sich praktisch nicht verlaufen und unser Hotel war auch in Laufnähe, aber wir holten trotzdem den Mietwagen ab. Vom Hotel an der Steilküste hatte man einen wunderschönen Blick auf die Felsen und die benachbarte kleine Insel Corvo. Abends hörte man in der Dunkelheit den Gelbschnabel-Sturmtaucher, der ständig die Küste entlang flog und mit Donald Duck-Stimme ununterbrochen „Aua-Aua-Aua-Äh!“ rief.

Wir liefen einmal durch Santa Cruz und entdeckten auf dem Rückweg zum Hotel wieder einen Naturpool, wo wir den restlichen Nachmittag verbrachten.

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Nach dem Abtrocknen wunderte ich mich über die schwarzen Flecken an meinem Badetuch. Vor allem die Flecken, die mit Glitsch besetzt waren. Außerdem stank es entsetzlich nach Fisch. Während ich mich noch darüber wunderte, entdeckte ich, dass an meiner Fußsohle ein vergammelter toter Fisch klebte. Das Handtuch habe ich später in der Badewanne gründlich gewaschen (und den Fisch natürlich ganz schnell von der Fußsohle entfernt).

Corvo, die kleinste Insel. Das einzige Dorf, Vila Nova, hat 400 Einwohner. Die Caldera hüllt sich meistens in Wolken.

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Wir buchten eine Überfahrt nach Corvo und als wir am nächsten Morgen im kleinen Hafen ankamen, warteten dort schon andere Touristen und wir wurden gefragt, ob wir für 5 € Aufpreis auch die Höhlen am Ufer sehen wollten. Dann würden wir auf der Rückfahrt einen Abstecher dorthin machen. Okay. Später überlegten wir uns, ob jetzt alle Passagiere den Aufpreis bezahlt hatten, denn keiner schloss die Augen, als wir dann den Abstecher zu den Höhlen machten. Was wohl passiert wäre, wenn wir das Angebot abgelehnt hätten? Hätte man uns dann die Augen verbunden?

Mit diesem Schlauchboot traten wir dann die Fahrt an. Während der Fahrt kamen wir in Kontakt mit dem Reisepaar, das vor uns saß, und daraus entwickelte sich eine nette Urlaubsfreundschaft und wir unternahmen auch in den kommenden Tagen gemeinsame Aktivitäten auf den anderen Inseln Faial und Pico.

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Zuerst ging es an einigen eindrucksvollen Felsformationen vorbei, die wir teilweise schon im Anflug von weiter oben gesehen hatten.

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Zwischendurch bescherten uns einige Regentropfen einen Regenbogen ganz nah.

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Nach gut einer Stunde Fahrt über den Atlantik hatten wir Corvo erreicht. Mit einem Sammeltaxi ging es hoch auf die Caldera, von der wir mitten in den Wolken nichts sahen. Wir wollten nach unten laufen, und da sich die Wolkendecke mittlerweile gesenkt hatte, liefen wir eine Stunde nur durch den Nebel.

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Wir waren die einzigen Menschen weit und breit. Gelegentlich kam ein Auto vorbei und wir sahen viele Viehweiden, die durch Lavasteine abgegrenzt waren. Die Häuser waren nicht bewohnt, sondern in ihnen lagerten nur die Landwirtschaftsgeräte.

Kurz bevor wir die Hauptstadt, also das einzige Dorf der Insel, Vila Nova erreichten, gerieten wir wieder unter die Wolkendecke und sahen die Regenfront, die von Flores zu uns herüberkam. In einem kleinen Café trockneten wir wieder.

Corvo hat tatsächlich einen eigenen Flughafen, der etwa dreimal pro Woche von Ponta Delgada aus angeflogen wird.

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Der gebuchte Abstecher zu den Höhlen.

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Die Kirche von Santa Cruz

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Am letzten Tag auf Flores wollten wir endlich mit dem Mietwagen die Insel erkunden. Sie ist nicht groß, aber dank der vielen Serpentinen ist man doch eine ganze Weile unterwegs. Der erste Abstecher führte in das abgelegene, winzige Dorf Ponta Ruiva. Wir standen an einem Parkplatz, daneben ein Schild „Museum“ und während wir noch neugierig in die Richtung schauten, stand eine alte Frau vor uns, lachte und winkte uns zu sich. Also folgten wir ihr zu dem Museum. Ein Schuppen, vollgestellt mit Haushaltsgegenständen. Noch während wir uns umschauten, servierte sie uns in zwei Plastikbechern den wahrscheinlich selbst gebrannten Schnaps und wir trugen uns noch brav ins Gästebuch ein und warfen eine Münze in die Spendendose. Das ganze Erlebnis war so herrlich skurril.

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Vom Museum waren es nur wenige Schritte bis zum Aussichtspunkt.

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Weiter ging es, teilweise durch die Wolken, in das Dorf Ponta Delgada (die Ortsnamen wiederholen sich auf den Azoren) an der Nordwestküste von Flores. Von hier aus führte ein herrlicher Wanderweg über die Felsküste die Westküste entlang, von dem wir aber nur einen Teil liefen. Sonst wären wir den ganzen Tag unterwegs gewesen. Zuerst ging es eine betonierte Straße den Berg hinauf, aber bald zweigte der Weg mitten durch die Weiden und Gebüsche ab und man hatte eine wunderbare Aussicht.

Die Felsinsel Ilheu de Monchique, der westlichste Punkt Europas.

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Die Felsinel Ilhéu Maria Vaz. Ganz hinten der Leuchtturm Farol do Albernaz, an dem wir unsere Wanderung begonnen hatten.

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Der Wanderweg.

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Mit dem Auto erkundeten wir einige der sieben Kraterseen in der Inselmitte. Hier die Caldeira Comprida.

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Unten im Tal liegt Faja Grande, der westlichste Ort Europas.

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Auf dem Weg dorthin machten wir einen kleinen Abstecher zu Fuß über einen steinegepflasterten Waldweg zu diesen Wasserfällen.

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Leider fanden wir das Schild „westlichster Ort Europas“ nicht, dafür den Hafen, der durch eine Leiter und ein Sprungbrett wieder einmal zum Naturpool wurde. Die starke Brandung machte das Baden dort aber zum Abenteuer – vor allem das Herausklettern aus dem Wasser.

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Das Highlight der heutigen Tour war dieser Wasserfall Poco do Bacalhau. Das Wasser stürzt aus 90 m Höhe hinab…

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… in diesen idyllischen Badeteich, wo man unter dem Wasserfall im klaren, frischen Wasser schwimmen konnte, was wir auch taten.

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Zurück am Meer schauten wir noch der Brandung zu und suchten eine Gelegenheit zum Abendessen. Es war schon recht spät und abends hatten die Lokale nur von 19 – 21 Uhr geöffnet. Hätten wir in Santa Cruz essen wollen, wäre das eine ziemliche Hetze geworden.

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Bereits in der Abenddämmerung schauten wir uns noch die gewaltige Basaltsäulenformation am Felsklotz Rocha des Bordoes an.

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01.09.14
SP 861 FLW-HOR DH8 CS-TRF
Gate: das einzige, Sitz 4 A, Startbahn 18, Landebahn 10
geplant: 10:30 – 11:15 Uhr, tatsächlich: 10:34 – 11:13 Uhr


Und schon nahmen wir Abschied von der amerikanischen Kontinentalplatte und kehrten nach Europa zurück. Diesmal ging es auf die Insel Faial mit der Hauptstadt Horta (6500 Einwohner), dem Sitz des Regionalparlaments.
Nach dem Stress beim letzten Flug vorgewarnt, tauchten wir diesmal früher am kleinen Flughafen von Flores auf, waren aber beim Mietwagen und beim Check-In die einzigen. Also erledigten wir die Formalitäten und liefen noch einmal runter ans Meer, wo wir die letzte Stunde auf der Insel verbrachten. Unser Flugzeug kam aus Süden und landete auf der Bahn 36, also setzten wir uns auf die linke Seite, um beim Start noch einmal die Insel zu sehen. Dummerweise starteten wir auf der Bahn 18 in südliche Richtung und wir sahen nach dem Abheben nur noch das Meer.

Unser Flieger auf dem kleinen Vorfeld.

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Im Anflug auf die Insel Faial.

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Der Felsen Morro de Castelo Blanco

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Der Flughafen von Horta. Hier können auf dem Vorfeld sogar zwei Maschinen gleichzeitig stehen. Eine Besucherterrasse gibt es auch.

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Im Hafen von Horta. Die Kaimauern sind von den Seglern, die den Atlantik überquert haben, bemalt. Wer kein Bild malt, dem wird auf hoher See Unglück widerfahren. Also reiht sich ein Gemälde an das andere.
Im Hintergrund der Pico auf der benachbarten gleichnamigen Insel. Er ist der höchste Berg Portugals.

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Je nach Wolken änderte er jede Stunde sein Gesicht.

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Ein Klassiker an der Hafenpromenade ist das Peter Café Sport, Anlaufpunkt der Transatlantiksegler und in Horta legendär.

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Horta ist eine wunderschöne kleine Stadt mit kosmopolitischem Flair.

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Entsetzlich war nur der Raumduft im Gang unseres Hotels. Er sollte irgendwie Schiffsflair vermitteln (wie das gesamte Hotel), roch aber entsetzlich nach abgestandenem Himbeeraroma. Irgendwann hatte eine unbekannte gute Seele den Aromaverbreiter im Gang aus der Steckdose gezogen. Danke!

Der große Krater in der Inselmitte konnte in 2 ½ Stunden zu Fuß umrundet werden.

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In Varadouro stießen wir auf den nächsten Naturpool.

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Skurriles Highlight war diese Wasserrutsche, von der aus es gut drei Meter runter in den Atlantik geht.

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Am östlichen Ende von Faial ist der jüngste Vulkan der Inselgruppe, der erst 1957 ausgebrochene Vulcao dos Capelinhos. Das führte zur Entstehung dieser Inselspitze, die an eine Mondlandschaft erinnert. Das Gebäude des Leuchtturms ist teilweise verschüttet, wie auch andere Häuser in der Gegend.

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Horta von der anderen Seite mit dem Strand Porto Pim, wo sich früher eine Walfabrik befunden hatte.

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Mit der Fähre ging es rüber auf die Nachbarinsel Pico. Hier Horta von der Fähre aus.

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Picos Hauptstadt Maddalena

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Eine Wanderung auf den Berg scheiterte am Wetter (ansonsten wäre sie wohl an mir gescheitert), aber wir wollten uns die Lavahöhlen Gruta das Torres anschauen. Wenn ein Lavastrom fließt, erstarrt die äußere Schicht zuerst, während im Inneren noch heiße, flüssige Lava weiter fließt. Auf diese Art ist diese Höhe entstanden, die im naturbelassenen Zustand im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Besonders faszinierend war der Moment, als alle ihre Lichter ausmachten und wir in absoluter Dunkelheit und Stille in der Höhle standen. Die Höhe ist 5 km lang, davon sind etwa 500 m für Besucher zugänglich.

Der Einstieg in die Höhle.

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Lava-Stalaktiten

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Wir liefern die 6 km zu Fuß zurück nach Maddalena und trotzten auch dem Regenschauer. Dafür wurden wir mit dem Ausblick nach Faial belohnt.

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Zuerst läuft man nichts ahnend an diesem Altkleidercontainer vorbei, bekommt in der nächsten Sekunde einen riesigen Schreck, nachdem man den Anblick realisiert hat, und erkennt am Ende, dass die Hose nur mit Zeitungspapier gefüllt ist und an die Schuhe angenäht ist.

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04.09.14
SP 445 HOR-PDL DH8 CS-TRE
Gate 1, Sitz 5 F, Startbahn 28, Landebahn 30
geplant: 11:50 – 12:40 Uhr, tatsächlich: 11:47 – 12:29 Uhr


Es ging zurück nach Ponta Delgada, da wir nur einen kleinen Teil der Insel besichtigt hatten.
Ich verfolgte am Flughafen den Start der TAP nach Lissabon und sie flog zwischen Faial und Pica Richtung Festland. Also sollte man von der rechten Seite aus den Pico sehen. Dummerweise bogen wir noch vor dem Pico ab und flogen rechts am Berg vorbei. Wir sahen nur Wasser.

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Die Passagiere auf der linken Seite waren so nett und schossen das Foto vom Pico für uns, während unsere Reisebekanntschaft gerade auf den Berg hochwanderte. Wir konnten daher nicht wie versprochen herunterwinken.

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Dafür erlebten wir diesmal einen schönen Anflug auf Ponta Delgada.

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Diesmal hatten wir unser Hotel in Furnas, rund 40 km von Ponta Delgada entfernt im Inneren der Insel. Der Badeort Furnas ist berühmt für seine Thermalquellen. Unser Hotel schloss sich direkt an den Terra Nostra Park an. Herzstück der riesigen Parkanlage ist ein Thermalpool, der aufgrund des hohen Eisengehalts wie eine trübe braunrote Brühe wirkt, aber eine heilende Wirkung haben soll. Als Hotelgäste hatten wir freien Eintritt in den sehr schön angelegten Park.

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Spezialität des Ortes ist der Cozido, eine Art Eintopf oder Schlachtplatte. Dafür kommen Kohl, Gemüse, Kartoffeln, Schweine- und Hühnerfleisch, Bauchfleisch, Blutwurst, andere Würste in einen großen Alutopf, der dann im heißen Vulkanboden versenkt wird, wo der Inhalt über mehrere Stunden gart. Auf dem Teller landet dann eine riesige Portion, die eklig aussieht, überraschend wenig eklig schmeckt (okay, die Blutwurst schon) und beim besten Willen nicht zu schaffen ist.

Die Thermalfelder am anderen Ortsende. An den heißen Quellen roch es genau so, wie mein Cozido geschmeckt hatte. Schwefelverbindungen.

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Blick in den Murtas-Park

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Vila Franca do Campo, die frühere Inselhauptstadt

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Von hier aus starteten wir zur Walbeobachtungstour. Große Wale sahen wir nicht, aber jede Menge Delfine, die sich durch unser Boot nicht stören ließen. Auch Delfinmütter mit ihren Jungtieren waren dabei.

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Die vorgelagerte Insel ist der Rest eines vulkanischen Kegels. Im Inneren befindet sich ein kreisrundes Badebecken, in das der Atlantik hineinschwappt. Stündlich fährt ein Boot hinüber, da man auf der Insel baden kann.

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Oberhalb von Vila Franca steht diese Wallfahrtskirche. Die Treppenabsätze zeigen auf Fliesenbildern das Leben der Maria.

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Von der Kapelle aus hat man einen schönen Blick auf Villa Franca.

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Der Furnas-See

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Furnas, wo wir unser Hotel hatten.

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Ein Thermalbad mitten im Wald kann man in der Caldeira Velha genießen.

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Dies war der einzige Ort während unserer gesamten Reise, wo wir wirklich auf eine Touristenherde gestoßen waren. Am Straßenrand standen zwei Reisebusse und eine ganze Reihe Autos und entsprechend voll war es hier. Und schnatternde Touristen. Ansonsten war es auf allen Inseln stets sehr ruhig und wenn man andere Wanderer traf, dann kannte man diese mittlerweile aus dem Hotel oder von anderen Ausflügen, wo man immer dieselben Leute getroffen hatte. Von den anwesenden Touristen waren überraschend viele Deutsche.

Auch beim Fogo-See waren die Parkplätze belegt, aber wir fanden einen in den Wolken, wo wir mal wieder alleine waren, und liefen das kurze Stück runter zum nächsten Parkplatz, wo wir den See knapp unterhalb der Wolkendecke besichtigten.

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Über die Schnellstraße ging es die Nordküste entlang bis an die östliche Spitze in den kleinen Ort Nordeste, dessen Sehenswürdigkeit die Brücke mit den sieben Bögen ist.

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Über eine steile, enge Straße geht es runter ans Meeresufer zum nächsten Schwimmbad. Die Straße dorthin ist so schmal, dass eine Ampel den Verkehr regelt, da sich keine zwei Autos begegnen können.

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Die Brandung war so heftig, dass man sich außerhalb des Beckens, wo noch ein Schwimmbereich durch Bojen abgetrennt war, nicht aufhalten konnte.

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An der Ostküste gab es alle paar Kilometer Aussichtspunkte mit diesen herrlichen Blicken.

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Häufig waren diese Aussichtspunkte als Parks mit Picknickplätzen incl. Toiletten und Steingrills angelegt. Teilweise hatten sich dort Familien zum Picknick versammelt, aber viele der Plätze standen auch leer und wir wunderten uns, dass es für die wenigen Menschen so viele schöne Plätze gibt. Vielleicht erwarten die Azoren einen Touristenansturm? Uns wurde erzählt, dass auch Ryanair und Easyjet gerne die Azoren anfliegen würden und sich um die Genehmigung bemühen. Da SATA und TAP fast das Monopol haben, sind die Flüge auf die Azoren nicht gerade günstig.

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In diesem Park am Waldrand entdeckten wir später noch eine Familie auf dem Zeltplatz, waren ansonsten aber die einzigen Besucher.

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Der Ort Povoacao

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Hier fanden wir am Rand der Fußgängerzone, unterhalb der Felswand, sogar einen kleinen Zoo mit Affen und verschiedenen Vögeln. Dieser Hund war total von dem Papagei fasziniert und kehrte immer wieder zu ihm zurück.

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Damit war unsere Rundreise über diese fantastischen Inseln beendet und es ging zurück nach Hause. In Furnas deckten wir uns noch mit Ananas und Käse ein. Auf den Azoren wird Ananas in Plantagen angebaut und das köstliche Aroma dieser Früchte war kein Vergleich zu denen, die bei uns verkauft werden.

07.09.14
TP 1860 PDL-LIS A321 CS-TJF
Gate 3, Sitz 33 A, Startbahn 30, Landebahn 21
geplant: 10:15 – 13:25 Uhr, tatsächlich: 11:30 – 14:36 Uhr


Die erste Morgenwelle war bereits abgefertigt und wir sahen die verschiedenen Maschinen der SATA auf die anderen Inseln, nach Europa und Amerika starten. Bloß unser TAP-Flieger kam nicht. Mit fast 1 ½ Stunden Verspätung landete er dann endlich in Ponta Delgada.

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Nachdem ich ihn fotografiert hatte, gingen wir zurück zum Terminal, waren die einzigen an der Sicherheitskontrolle und warteten dann auf das Einsteigen. Wie alle anderen war auch diese Maschine voll bis auf den letzten Platz. Während des gesamten Flugs wurde die Verspätung mit keinem Wort erwähnt.

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Dafür bescherte uns der Start noch einmal einen schönen Ausblick auf alle die Orte, die wir an den zwei Tagen zuvor besucht hatten Dafür bescherte uns der Start noch einmal einen schönen Ausblick auf alle die Orte, die wir an den zwei Tagen zuvor besucht hatten und nun noch einmal Revue passieren ließen.

Ein letztes Mal Ponta Delgada

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Agua de Pau und der Fogo-See

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Vila Franca do Campo

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Furnas-See und Furnas

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Povoacao

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Faial da Terra

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Nordeste

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Ab dann wieder Wolken und Meer, bis wir das Festland erreichten.

Militärflugplatz Alverca nahe Lissabon

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Die Vasco da Gama-Brücke

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Eigentlich hätten wir in Lissabon fünften Stunden Aufenthalt gehabt und wollten noch einmal in die Stadt fahren, aber durch die Verspätung reichte die Zeit nicht mehr und wir schauten uns die Geschäfte im Flughafen an und fanden in der Nähe unseres Gates Relaxsessel mit Panoramablick auf die Startbahn.

TAAG Angolan Airlines B773 stand stundenlang herum.

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White A320 nach London

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White A310

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Euro Atlantic B763

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TP 1572 LIS-FRA A319 CS-TTU
Gate 19, Sitz 21 F, Startbahn 21, Landebahn 25 R
geplant: 18:25 – 22:35 Uhr, tatsächlich: 18:31 – 22:29 Uhr


Mit dem Bus ging es in den Hinterhof des Flughafens (fühlte sich jedenfalls so an), wo noch einige Maschinen geparkt waren.

Die Portugalia-Maschinen im benachbarten Hinterhof.

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Da wir in südliche Richtung starteten, drehten wir erneut eine Runde um Lissabon und wir saßen erneut auf der falschen Seite.

Die Strecke war praktisch entgegengesetzt zum Hinflug.

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Das Stadion Da Luz

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Barreiro und der Tejo

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Südlich von Lissabon

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Gebirgskamm

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Mein erstes Nachfoto von Frankfurt

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Fazit: Von den Azoren waren wir total begeistert. Wunderbare Landschaften, angenehmes Klima und vor allem touristisch noch lange nicht überlaufen. Man ist dorthin nicht länger unterwegs als auf die Kanaren, kommt ohne Probleme mit dem bisschen Verkehr zurecht und kann sich fast nicht verfahren. Ich freue mich, die Inseln erlebt zu haben, und sie sind viel schöner als das Bild, das ich jahrelang im Kopf gehabt hatte.

Copyright aller Fotos: Martin Stahl

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