Auf den Berg! (FRA-Innsbruck-FRA mit Austrian Airlines)

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martin.stahl
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Auf den Berg! (FRA-Innsbruck-FRA mit Austrian Airlines)

Beitragvon martin.stahl » Di 29. Mai 2018, 18:08

So oft bin ich nun über die Alpen geflogen, aber in den Alpen gewesen bin ich seit gut 35 Jahren nicht mehr. Gerade die Bilder vom Innsbrucker Flughafen mit Starts und Landungen vor dem Alpenpanorama hatten es mir angetan und wie toll musste es aussehen, wenn man im Flugzeug sitzt? Um diese Frage zu beantworten, buchte ich Anfang des Jahres einen Ausflug nach Innsbruck.

26.05.18
OS 286 FRA-INN
geplant: 12:20 - 13:25, tatsächlich: 12:56 – 13:56
DH8 OE-LGM „Villach“
Gate A3, Sitz F17 F, Startbahn 18, Landebahn 08


Überpünktlich startete am Gate das Boarding und der erste Bus fuhr zum Flugzeug, das im Westen auf einer Vorfeldposition stand. Dort bekam ich mit, wie ein Lufthansa-Airbus auf der 07 C landete, während die Feuerwehr bereit stand. Die Maschine war erst kurz zuvor nach Reykjavik gestartet und kurz nach dem Start schon wieder umgekehrt. Der Grund ist mir nicht bekannt, aber sie landete augenscheinlich ohne Probleme.


30 min. später.

Jetzt öffneten sich auch die Türen des Busses und wir durften einsteigen. Die Entschuldigung kam auch gleich: Als unser Bus ankam, war das Flugzeug noch nicht betankt und wir mussten daher warten. Letzte Woche hatte ich auch Verspätung wegen der Abfertigung am Boden. Ich weiß nicht, ob das zwei unglückliche Zufälle waren oder ob es generell in Frankfurt problematisch wird.
Mit 35 min. Verspätung rollten wir dann zur Startbahn West und hoben dort um 13:05 Uhr in den klaren Himmel ab. Bei einer Flughöhe von 6800 m hatten wir einen tollen Blick. Über das Mainviereck, Tauberbischofsheim, Feuchtwangen, Dillingen an der Donau (wo ich einmal jährlich zur Dienstbesprechung bin), Martkoberdorf und Pfronten ging es in die Alpen, wo wir dem Inntal bis Innsbruck folgten.

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Von Miltenberg am Main bis nach Amorbach – einer meiner Wege bei Radtouren.

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Memmingen mit dem Flughafen

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Nun begann der spannendste Teil des Flugs – Landeanflug in den Alpen. Hier beim Einschwenken ins Inntal über Imst.

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Ötztal-Bahnhof und Haiming

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Oberperfess und Hueben

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Um 11.54 Uhr setzten wir in Innsbruck auf und vor dem Terminal fuhr auch gleich ein Bus ins Stadtzentrum. Erst am Abreisetag merkte ich, dass derselbe Bus sogar direkt vor meinem Hotel im Stadtteil Pradl gehalten hatte. So war ich vom Bahnhof aus ein Stück gelaufen, war aber kein Problem war und mir die erste Orientierung in Innsbruck ermöglichte.
Vom Hotel aus ging es gleich wieder in die Altstadt. Eine Innsbruckerin hatte mir im Bus vom „Goldenen Dackel“ erzählt, bis ich irgendwann kapierte, dass sie das Goldene Dacherl meint, die berühmteste Sehenswürdigkeit von Innsbruck. Letztlich ist es ein Erker, mit dem sich Kaiser Maximilian I. ein Denkmal setzte.

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Das Rathaus mit dem Stadtturm, den man besteigen kann.

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Blick flussabwärts auf den Inn von der Brücke, die Innsbruck den Namen gab.

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Brixner Straße – an sich nichts besonderes, aber das Bergmassiv im Hintergrund hatte es mir angetan.

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Marie-Theresien-Straße – zentrale Einkaufstraße und Fußgängerzone.

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In dieser Straße ist auch die Annasäule errichtet.

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Innehof der Kaiserlichen Hofburg. Von außen war wegen Bauarbeiten nicht viel zu sehen.

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Daneben der Hofgarten – eine wunderschöne Parkanlage.

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In der Tourismusinformation besorgte ich mir die Innsbruck Card. Für 43 € konnte man damit 24 Stunden lang kostenlos alle Museen besuchen, sowie den öffentlichen Nahverkehr und auch die meisten Bergbahnen nutzen. Es gibt die Karte auch für längere Aufenthalte, aber die 24 Stunden waren perfekt für mich.

So ging es mit dem Bus ins ca. 20 km entfernte Wattens in die Svarowski Kristallwelten. Anlässlich des 100jährigen Jubliäums des Unternehmens für geschliffene Kristalle entwarf André Heller die Kristallwelten, die in verschiedenen Kammern unter einem künstlichen Hügel Sehenswürdigkeiten und Kunstwerke rund um Kristalle bieten.

Der Riese, in dessen Innerem die Ausstellung zu sehen ist.

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Das mechanische Theater, dessen Bewegungen ein Foto nicht wirklich wiedergeben kann.

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Im Kristalldom, dessen knapp 600 Spiegel den Eindruck erwecken, man befände sich selbst in einem Kristall.

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Silent Night – der kristalline Baum dreht sich.

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Die Kristallwolken auf dem Freigelände.

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Ich wusste vorher nicht, was mich in den Kristallwelten erwarten würde, und war dann sehr beeindruckt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Berge und zuerst ging es mit der Hungerburgbahn in den gleichnamigen Stadtteil am Berghang. Die Hungerburgbahn ist eine Standseilbahn und ermöglicht eine schnelle Verbindung direkt vom Kongresszentrum in der Innenstadt auf den Hang.

Die Bergstation

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Noch weiter hinauf ging es mit der Seegrubenbahn, einer Seilbahn, auf 1900 m Höhe auf die Seegrube und mit der nächsten Bahn ganz nach oben auf den Hafelekar auf 2250 m Höhe. Alle Bahnen gemeinsam werden als Nordkettenbahnen bezeichnet und sind nach den Gebirgsmassiven im Norden von Innsbruck benannt.

Der Gipfel des Hafelekar mit dem Gipfelkreuz.

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Der Karwendelblick

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Blick vom Gipfel runter nach Innsbruck. Die Sicht und auch die Ruhe oben waren fantastisch.

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Die Sprungschanze und dahinter die Autobahn, die zum Brenner führt.

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Der Stadtteil Pradl mit meinem Hotel in der Nähe des Parks.

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Die Innenstadt

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Die Hofburg und die historische Altstadt

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Marie-Theresien-Straße

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Sprungschanze

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Der Flughafen

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Austrian Airlines startet nach Frankfurt.

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Austrian Airlines aus Wien im Anflug über dem Hauptbahnhof und der Sill, einem Nebenfluss des Inns.

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British Airways aus London im Anflug über dem Inn.

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Die Berge der Nordkette und das Inntal

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Die Bergstation der Seegrubenbahn und weiter oben die Bergstation der Hafelekarbahn.

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Man könnte auch ins Tal laufen oder mit dem Rad runterfahren. Ich nahm nach unten lieber die Seilbahn und ging oben lieber noch durch die schöne und ruhige Gegend spazieren und die Wanderwege ein Stück erkunden.

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Auf dem Großen Stein sind mehrere Holzplattformen gebaut, auf denen man sich wunderbar entspannen kann. Die Ziegen störten dabei nicht weiter.

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Ich wäre gerne noch oben auf der Seegrube geblieben, wollte mir aber noch den Alpenzoo weiter unten anschauen. Ein kleiner, sehr schön gestalteter Zoo, der sich der Tierwelt der Alpen verschrieben hat. Er hat eine eigene Station bei der Hungerburgbahn. Stellvertretend für die vielen Tiere dort der Alpensteinbock.

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Als ich mit dem Alpenzoo gerade fertig war, kam das Gewitter mit dem Regenschauer, und als ich 10 min. vor Ende der Gültigkeit meiner Innsbruck-Card am Stadtturm ankam, hörte er auch gerade wieder auf.

Blick vom Turm in die Herzog-Friedrich-Straße.

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Und dann war es auch schon wieder Zeit für die Rückkehr zum Flughafen, wo nicht viel los war.
Immerhin erwischte ich noch die Fokker 100 der Avanti Air, die ab Innsbruck Urlaubsflüge durchführt. Hier vor dem Start nach Menorca.

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27.05.18
OS 287 INN-FRA
geplant: 18:40 - 19:50, tatsächlich: 18:58 – 19:57
DH8 OE-LGJ
Gate 1, Sitz F19 F, Startbahn 26, Landebahn 25 R


Als ich irgendwann einmal auf den Monitor am Gate schaute, stand dort „Delayed“. Och nö, nicht schon wieder. Vor allem, wenn nicht einmal eine neue Abflugzeit angegeben wird. Das Flugzeug stand schon seit einer Stunde in Innsbruck, aber wie eine Woche zuvor führte die Wettersituation in Frankfurt erneut zu Verspätungen und Streichungen. Die ersten Passagiere sorgten sich schon um ihre Anschlussflüge und ließen sich teilweise auch über Wien umbuchen. Die Verspätung hielt sich aber mit 20 min. in Grenzen und an Bord erklärte der Kapitän, man hätte einen Slot for 19:01 Uhr und wolle den auch nutzen. Und so war es auch, um diese Zeit hoben wir in Innsbruck ab und flogen an der Zugspitze vorbei weiter nach Füssen, Marktoberdorf, Künzelsau und über den Spessart nach Frankfurt.

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Hötting im Inntal

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Bis zurück nach Innsbruck konnte man schauen.

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Das Inntal, das wir bisher entlang geflogen sind. Auf dem Plateau in der Bildmitte ist Seefeld in Tirol.

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Die österreichische Seite der Zugspitze.

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Garmisch-Partenkirchen

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Marktheidenfeld am Main, wo ich aufgewachsen bin.

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Der Frankfurter Hafen

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Der neue Turm der Europäischen Zentralbank

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Die Frankfurter Innenstadt

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Um 19:49 Uhr setzten wir in Frankfurt auf der Nordwestlandebahn auf und parkten wie erwartet auf dem Vorfeld.
Einige Erinnerungen aus meiner Kindheit wurden wieder geweckt. Die Mischung aus hübsch bemalten Häusern, grünen Wiesen und dem Bergpanorama – immer wieder davon geträumt, aber seit Jahrzehnten nicht mehr in der Realität gesehen. Auch Begriffe wie die Inntalautobahn kannte ich zwar, konnte sie aber nicht wirklich zuordnen. Jetzt habe ich mich ein wenig mit den Alpen und ihren Tälern befasst und ich hoffe, dass es bis zum nächsten Besuch nicht wieder 35 Jahre lang dauern wird.

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